DUMMY 17.01.2007 14:01

Modekritik mit Shirts

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www.klyde.ch

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Vorschau www.klyde.ch

Klyde heisst das T-Shirt-Label der beiden Zürcher Studenten Nico Spinelli und Daniel Schregenberger. Die beiden Mittzwanziger versuchen, einzigartige Shirts zu erfinden, die sie dann möglichst günstig anbieten.

Damit wollen sie eine modekritische Maxime vertreten: «Ich sehe einfach nicht ein, warum ich 60 Franken für ein Shirt hinblättern soll, nur weil da jetzt irgendeine Marke ihr Logo draufgeknallt hat», so Nico. «Wir wollten keine weitere hirnlose Branding-Geschichte durchziehen.» Zumal ja die meisten Massen-Shirts ja grafisch ohnehin eher mittelmässig und gar nicht sonderlich cool seien.

Siebdruck
Für erste Versuche haben sich die beiden Studenten an die Nähmaschine von Daniels Mutter gesetzt. «Doch das Hantieren war kompliziert und die Ergebnisse wenig ergiebig», resümiert Nico. Als Alternative wichen sie auf den Siebdruck aus, der zwar teurer ist, dafür aber qualitativ überzeugt. Monatelang haben Nico und Daniel an die 40 Designideen entwickelt.

Logo als Spiel
Da sie nicht als Werbefläche rumlaufen wollen, haben sie sich auch lange überlegt, ob sie auf ein eigenes Logo verzichten sollen. «Wir wollten kein Wiedererkennungszeichen im klassischen Sinne», so Nico. Sie entschieden sich für ein stilisiertes K, das subtil ins Design eingearbeitet wird. «Im Sinne von: Wir haben ein Logo, es ist aber nicht verbindlich. Wir spielen damit», sagt Nico. So zeigt etwa eines der Shirts einen umgekippten Laster, der eine Ladung K verloren hat.
Um Kosten und Risiko möglichst klein zu halten, werden bei Klyde zuerst Bestellungen gesammelt (15 Stück sind nötig), bevor ein Shirt in den Druck geht und ausgeliefert werden kann.

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Dave Schläpfer
Quelle: Montag das junge Magazin der Zentralschweiz