DUMMY 31.03.2006 10:44

Wissen aus dem Netz

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Sprachen übersetzen: Mit Internetanbindung nirgends ein Problem.

Sprachen übersetzen: Mit Internetanbindung nirgends ein Problem.
Bild A. Wey
Sprachen übersetzen: Mit Internetanbindung nirgends ein Problem.

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Lexika, Wörterbücher, Handbücher, Anleitungen - das Internet ersetzt Bibliothek, Buchhandlung und Kundendienst. Und das umsonst.
Was ist eine Pastinake? Was bedeutet eigentlich ISDN? Wie gefährlich ist Benzol? Für Alltagsfragen dieser Art hat man früher minutenlang in goldgesäumten Seiten geblättert. Heute genügen ein paar Klicks im Web für eine Antwort. Meistens sogar die richtige.
Die wichtigste Anlaufstelle für solche Fragen ist Wikipedia. Die freie Enzyklopädie gibt es mittlerweile in mehr als 100 Sprachen. Jeder kann mit seinem Wissen beitragen und die Artikel bearbeiten. Auf Deutsch sind heute rund 375 000 Artikel verfügbar.

Bücher, die wachsen

Während Wikipedia mittlerweile berühmt ist, sind andere Wiki-Projekte noch weit gehend unbekannt. So zum Beispiel Wikibooks, eine mehrsprachige Bibliothek mit Lehrbüchern und anderen Lern- und Lehrmaterialien. Wie Wikipedia lässt sich Wikibooks frei nutzen. 4622 Buchkapitel in 424 Büchern stehen heute zur Verfügung.
Ein anderes, bemerkenswertes Projekt ist das Wikiwörterbuch, der Wiktionary: Das frei verfügbare, mehrsprachiges Wörterbuch ist nicht sehr gross, wächst aber schnell. Andere Wörterbücher im Web sind jedoch bereits viel grösser. Das bekannteste Wörterbuch ist wohl LEO. Das Kürzel steht für «Link Everything Online» und bezeichnet einen Dienst der Technischen Universität München. Unter der Hauptadresse sind neben Wörterbüchern eine ganze Reihe anderer Dienste abrufbar, darunter zum Beispiel LEO’s Bar mit 2500 Cocktail-Rezepten.

Handbuch online

Solide gemacht ist das Deutsch-Englisch-Wörterbuch der TU Chemnitz: Es bietet 188 000 Einträge, ergänzt um Erklärungen und die Möglichkeit, sich die englischen Wörter vorlesen zu lassen. Mit 750 000 Übersetzungen ist Woerterbuch.info noch umfangreicher als LEO: Die Site übersetzt nicht nur Begriffe, sondern zeigt auch Synonyme an.
Ganz auf Synonyme spezialisiert ist das Wortschatzlexikon der Universität Leipzig: Der Dienst hat den Anspruch, den gesamten, deutschen Wortschatz abzubilden. Dafür stehen 500 Millionen Wörter zur Verfügung.
In manchen Fällen helfen Lexika und Wörterbücher aber nicht weiter. Wer etwa wissen möchte, wie sein Handy umprogrammiert wird, muss zum Handbuch greifen. Immer mehr Firmen bieten die Möglichkeit, Handbücher kostenlos in elektronischer Form herunterzuladen. Zu finden sind sie auf der Website des Herstellers meistens im Bereich «Service» oder «Kundendienst».

Mathias Zehnder

Wikipedia: 375 000 Lexikonartikel. http://de.wikipedia.org 
Wikibooks: 424 Lehr- und Handbücher. http://de.wikibooks.org 
Wikiwörterbuch: http://de.wiktionary.org 
LEO: Wörterbücher Deutsch-Englisch und Deutsch-Französisch, Karl May-Server, Cocktail-Rezepte. www.leo.org 
TU Chemnitz: Wörterbuch. http://dict.tu-chemnitz.de 
Woerterbuch.info: 750 000 Übersetzungen von englischen und deutschen Synonymen. www.woerterbuch.info 
Wortschatzdienst: http://wortschatz.uni-leipzig.de 
Lexikonportal: Nachschlagewerke. www.lexikon.ch