Sportgala 2009 16.01.2009 23:00

Kaeslin und Röthlin sind die Stars des Abends

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Die Zentralschweizer Sportlerwahl fand im Luzerner Saal des KKL statt. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die Zentralschweizer Sportlerwahl fand im Luzerner Saal des KKL statt. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)
Die Zentralschweizer Sportlerwahl fand im Luzerner Saal des KKL statt. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Vorschau Die Zentralschweizer Sportlerwahl fand im Luzerner Saal des KKL statt. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die Kunstturnerin Ariella Kaeslin, Marathonläufer Viktor Röthlin und Rollstuhlfahrerin Edith Hunkeler wurden am Freitagabend zu den Zentralschweizer Sportlern des Jahres 2008 gewählt.

Die Würfel sind gefallen: Zum zwölften Mal wurden im KKL die von der Leserschaft der Neuen Luzerner Zeitung und den Zentralschweizer Sportjournalisten gewählten Zentralschweizer Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2008 geehrt. An der Wahl beteiligten sich über 10'000 Wählerinnen und Wähler mit ihren Stimmen. Je zur Hälfte fielen die Stimmen der Sportjournalisten und der Leserschaft ins Gewicht.

Ariella Kaeslin, die frisch gekürte Schweizer Sportlerin des Jahres, gewann nun auch in der Zentralschweiz den Titel – und zwar zum dritten Mal in Folge. Die 21-jährige Kunstturnerin aus Meggen wurde an der Olympia in Peking Fünfte im Sprung-Final und Weltcup-Zweite in Madrid. Sie gewann die Wahl in der Kategorie Frauen vor der Radfahrerin Karin Thürig und der Skirennfahrerin Fabienne Suter.

Bei den Männern siegte ebenfalls wie im Vorjahr der Obwaldner Marathonläufer Viktor Röthlin. Sein glänzender sechster Platz an der Olympia dürfte für die Wahl den Ausschlag gegeben haben. Der 34-jährige Alpnacher konnte die Trophäe persönlich entgegennehmen, nachdem er seine Trainingswoche in Kenia aufgrund einer Grippe absagen musste. Hinter Röthlin kam der junge Zuger Eishockeyspieler Luca Sbisa (19), der sich in der NHL bereits einen Namen gemacht hat, auf den zweiten Platz vor dem Einsiedler Skispringer Andreas Küttel.

Impressionen des Anlasses:

In der Kategorie der Behinderten schwang erneut Edith Hunkeler obenaus: Die 36-jährige Altishoferin gewann an den Paralympics in Peking sensationell die Goldmedaille im Marathon. Sie siegte vor Beat Bösch und Geburtstagskind Marcel Hug.

Bei den Teams gab es dieses Jahr einen neuen Sieger – eigentlich sind es ja zwei: Die Krienser Brüder Remo und Pascal Müller verteidigten im letzten November in Malmö ihren Weltmeistertitel im Ju-Jitsu souverän. Sie gewannen die Wahl vor dem Handballklub Kriens und dem Vize-Schweizermeister im Ringen, dem RC Willisau.

In der Kategorie Veranstalter, die in diesem Jahr ausschliesslich von den Sportjournalisten gekürt worden sind, gewann wiederum der Lucerne Marathon, der diesen Herbst zum zweiten Mal durchgeführt worden ist. Auf den zweiten Platz schaffte es der Luzerner Stadtlauf, Rang drei belegte das Spitzen-Leichtathletik Luzern.

Der mit 2500 Franken dotierte Prix Chapeau des Panathlonclubs Luzern, der sportliche Leistungen fernab von grossen Stadien und dicken Schlagzeilen ehrt, geht an den Expeditionsleiter und Fotografen Andrea Vogel. Auf seiner Orion-Tour quer durch die Sahara legte Vogel täglich 50 Kilometer zu Fuss zurück.

Rund 550 Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft nahmen an der Sport-Gala teil, zu der auch ein exquisites Abendessen gehörte. Rainer Maria Salzgeber, der es als SF-Sportmoderator zu landesweiter Bekanntheit gebracht hat, moderierte den Anlass bereits zum vierten Mal mit viel Witz und Charme in bestem «Wallisertytsch». Für Auflockerung beim Gala-Diner sorgten die Schauspielerin Birgit Steinegger und die Sultana Band.

Gusti Gretener / Zisch

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