Die Salle Modulable ist ihnen ein Dorn im Auge
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Wie Sandro Hofstetter von der Aktion Freiraum nach der friedlichen verlaufenen Demonstration am Sonntag in einem Mediencommiqué mitteilte, sei die Forderung nach «mehr kulturellen Freiräume» nicht einfach mit dem Zurverfügungstehen eines «alternativen Kulturhauses» gleichzusetzen. Vielmehr sei damit ein «Überbegriff» gemeint, der die ganze Stadt betreffe.
«Fehlgeleitete Stadtplanung»
Diese «entwickelt sich zurzeit in eine Richtung, welche an den Bedürfnissen vieler Bewohner vorbeizielt», heisst es weiter. Diesbezüglich genannt wird unter anderem «die fehlgeleitete Stadtplanung». Damit wird auf die von der Stadt unter dem Titel «Die Stadt Luzern im Jahr 2022» erarbeiteten drei Zukunftsbilder angespielt.
Kontroverse um den Südpol
Auch von der «missratenen Konzeptionierung des Kulturwerkplatzes Südpol» ist die Rede. Zu Beginn des «Strassenfests» vom Samstag war in einer Rede die Befürchtung geäussert worden, dass im nun zur Hälfte fertigen Südpol «ein institutionalisierter Freizeitbetrieb mit stark eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten entsteht und niemals ein lebendiger Treffpunkt».
Salle Modulable sei Symbol
Die Stadt habe den «Kulturkompromiss begraben», indem die «Bedürfnisse der Alternativkultur und damit auch vieler Jugendlicher nicht ernst genommen» worden seien, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Die Salle Modulable (das geplante Musiktheater) sei «das Sinnbild für das ignorante Verhältnis der Stadt Luzern zu diesem Kulturkompromiss». Oder wie es in der Rede formuliert worden ist: «Die Stadt will zusammen mit der Tourismus- und Konzerthauslobby und mit viel Geld, klingenden Namen und Werbung Luzern als Kulturstadt positionieren.» Dahinter stecke ein Kulturverständnis, das nicht nach Inhalten, sondern nach Auftrittsorten und Bauhüllen frage.
Die Schlussrede der Veranstaltung kulminierte in der Ankündigung, dass man «auf die Strasse zurückkommen und auch hier bleiben werden, bis sich etwas geändert hat».
scd
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