Computerspiele 02.03.2010 05:00

Luzerner Regierung will Killerspiele verbieten

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Viedospiele erfeuen sich gerade bei Jugendlichen einer grossen Beliebtheit. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Viedospiele erfeuen sich gerade bei Jugendlichen einer grossen Beliebtheit. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)
Viedospiele erfeuen sich gerade bei Jugendlichen einer grossen Beliebtheit. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Vorschau Viedospiele erfeuen sich gerade bei Jugendlichen einer grossen Beliebtheit. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Besonders gewalttätige Computerspiele sollen verboten werden. Das letzte Wort hat der Bund.

Die Luzerner Regierung will sich stark machen für ein Verbot von Killerspielen. Sie hat einen entsprechenden Vorstoss von SP-Kantonsrätin Jacqueline Mennel Kaeslin zur Annahme empfohlen. Immer mehr Kinder und Jugendliche würden die Freizeit mit Videospielen verbringen. «Zerstörung und Mord gelten als Spielerfolg und werden damit banalisiert», so Mennel. Verboten werden soll das Anpreisen und Verkaufen sowie die Herstellung entsprechender Produkte. Zwar gibt es Altersempfehlungen für Computerspiele, doch sind diese rechtlich nicht bindend.

Die Regierung spricht sich für eine schweizweite Lösung aus. Jugendlichen soll der Zugang zu gewaltverherrlichenden Videospielen erschwert werden. Damit sollen auch die Eltern mehr Kontrolle über das Spielverhalten ihrer Kinder bekommen. Im Verbot von Gewaltspielen sieht die Regierung nur eine von mehreren nötigen Massnahmen im Jugendschutz. Die Juso Schweiz hat bereits Mitte Februar eine Petition gegen das Verbot von Killergames lanciert. Gerade im Bereich der Videospiele entwickle sich eine lebhafte Jugendkultur.

Luzia Mattmann

Motion
Alterslimite für Kampfsport? 
Als Massnahme gegen Jugendgewalt fordert Kantonsrat Andreas Hofer (Grüne) strengere Richtlinien für die Kampfsportart Mixed Martial Arts (MMA). Dort wird weitergekämpft, auch wenn der Gegner schon am Boden liegt. Hofer fordert, dass die extreme Sportart erst für Personen ab 18 Jahren zugelassen ist, dass in der Schweiz keine solchen öffentlichen Kampfveranstaltungen mehr durchgeführt werden und dass kein Bildmaterial von solchen Veranstaltungen in den Schweizer Medien veröffentlicht wird. Die Regierung stellt sich grundsätzlich hinter Hofer – einzig die Einschränkung von Gewaltdarstellungen dürfte im Hinblick auf die Medienfreiheit und vor allem das Internet schwierig umzusetzen sein, schreibt sie in ihrer Antwort. 
lm

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in er Neuen Luzerner Zeitung.

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