Kapellbrücke: Die Kopien werden ausgestellt
Als die bedachte Holzbrücke vor 15 Jahren bei einem Brand teilweise zerstört wurde, hingen in den Giebeln insgesamt 111 Bilder. 86 Gemälde wurden ein Raub der Flammen. Die zerstörten Bildtafeln wurden teilweise durch Bilder ersetzt, die eingelagert worden waren, als im 19. Jahrhundert die Brücke gekürzt wurde.
Der Luzerner Rechtsanwalt Jost Schumacher konnte sich mit dem Verlust des kulturellen Erbes nicht abfinden. Er stammt aus einem alten Patriziergeschlecht, das diverse Brückenbilder gestiftet hatte.
Sein Ziel war es, die drei im 17. Jahrhundert von Hans Heinrich Wegmann geschaffenen Bilderzyklen (Geschichte der Stadt und der Eidgenossenschaft, Legende von St. Leodegar, Legende von St. Mauritius) wieder lesbar zu machen.
In das Projekt steckte Schumacher zwei Millionen Franken. Als Kopisten wirkten während rund fünf Jahren Mike Shera sowie die Willy Arn AG.
Die Denkmalpflege hatte indes entschieden, dass auf der Brücke keine Kopien aufgehängt werden sollen. "Dem Stadtrat ist das Bekenntnis zum Original sehr wichtig", hatte er in einer Stellungnahme zum Schuhmann-Projekt verlauten lassen.
sda
Tonbildschau mit Details der Kapellbrückenbilder:
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