Lopper 08.03.2010 17:02

Notbrücke kommt in Teilen angeschwommen

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Ein Nauen liefert eine erste Ladung mit Ponton-Elementen an. (Bild Martin Erdmann/Zisch)

Ein Nauen liefert eine erste Ladung mit Ponton-Elementen an. (Bild Martin Erdmann/Zisch)
Ein Nauen liefert eine erste Ladung mit Ponton-Elementen an. (Bild Martin Erdmann/Zisch)

Vorschau Ein Nauen liefert eine erste Ladung mit Ponton-Elementen an. (Bild Martin Erdmann/Zisch)

Steinschläge haben im Oktober 2009 die Verbindung zwischen Hergiswil Stansstad, welche dem See entlang führt, zerstört. Jetzt wird mit Ponton-Elementen eine Notbrücke gebaut.

Seit dem (heutigen) Montag werden die zusammengefügten Stahlkastenelemente aus Holland per Nauen vom Werk der Kibag in Stansstad aus über den See eingeschwommen und vor Ort zu einer Brücke zusammengefügt, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) mitteilt. Die 500 Meter lange Notbrücke wird am 31. März für den Verkehr freigegeben. Es handelt sich dabei um die einzige Brücke dieser Art in Europa. Die Ponton-Brücke wird voraussichtlich bis im Frühjahr 2011 als Zubringerstrasse nach Hergiswil dienen.

Tempo 30, keine Lastwagen
Neben der einstreifigen Fahrspur von 2,92 Meter Breite wird auch ein 2 Meter breiter Fuss- und Fahrradweg realisiert. Der Fahrbahnbelag wird asphaltiert, sodass ein normaler Winterdienst gewährleistet ist. Die Brücke wird zudem mit einer Strassenbeleuchtung ausgerüstet. Die Ponton-Brücke ist für Personenwagen, Lieferwagen sowie landwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer Maximallänge von 10 Metern, einem Gesamtgewicht von 15 Tonnen und auf ein Tempo von 30 km/h ausgelegt. Für Lastwagen und Cars gilt ein generelles Fahrverbot.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 4,8 Millionen Franken. Da der Fährbetrieb nach Inbetriebnahme der Ponton-Brücke nicht mehr benötigt wird, entfallen diese auf rund 1,4 Millionen Franken veranschlagten Kosten. Die somit verbleibenden 3,4 Millionen Franken teilen sich Bund (60 Prozent) sowie Kanton Nidwalden und Gemeinde Hergiswil (je 20 Prozent).

Spontane Felsstürze möglich
Der aufwändige Bau der Ponton-Brücke wurde notwendig, weil nach den Steinschlägen vom Oktober 2009 im Gebiet Reigeldossen weitere instabile Felspartien im Umfang von mehreren hundert Kubikmetern festgestellt wurden. Da diese spontan abstürzen können, ist der Zeitpunkt der Wiedereröffnung der bestehenden Lopperstrasse noch unklar. Die Felsräumungs- und Instandsetzungsarbeiten können sich aber voraussichtlich bis ins Frühjahr 2011 hinziehen.

Zusätzlich ist unter dem Lopperviadukt ab zirka Mitte Jahr die Öffnung einer einstreifigen Fahrgasse geplant, wie es weiter heisst. Zusammen mit der Ponton-Brücke ergibt sich somit zeitweise eine zweistreifige Verkehrsführung mit je einer Fahrspur über die Ponton-Brücke (Stansstad-Hergiswil) sowie über die Lopperstrasse (Hergiswil-Stansstad).

scd

Impressionen von der Baustelle (Beitrag Martin Erdmann):

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