Flugplatz Buochs 25.04.2008 06:00

Regierung verärgert die Standortentwickler

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Beim Flugplatz Buochs gäbe es noch attraktive Landreserven für Ansiedlungen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Beim Flugplatz Buochs gäbe es noch attraktive Landreserven für Ansiedlungen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)
Beim Flugplatz Buochs gäbe es noch attraktive Landreserven für Ansiedlungen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Vorschau Beim Flugplatz Buochs gäbe es noch attraktive Landreserven für Ansiedlungen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Über den Flugplatz Buochs werde zu wenig informiert, klagt ein Standortentwickler. Und er weiss von einer Kehrtwende. Die Regierung dementiert.

Die Zuger Firma Focus Switzerland will ausländische Unternehmen dazu bewegen, sich in der Zentralschweiz anzusiedeln. Denn die Zentralschweiz ist ein gutes Pflaster für Technologieunternehmen. Davon ist Oskar G. Loewe, Managing-Partner von Focus Switzerland, überzeugt.

Attraktive Landreserven beim Flugplatz
So hat Oskar Loewe im vergangenen Herbst auch bei der Nidwaldner Wirtschaftsförderung «NW Contact» angeklopft. Als besonders attraktiv wurde ihm der Flugplatz Buochs empfohlen. Mit dem Wissen, dass dort Landreserven für mögliche Ansiedlungen bestehen, machte sich der private Standortentwickler auf die Suche nach ausländischen Konzernen, die in aviatiknahen Geschäftsfeldern operieren.

Und Loewe wurde fündig. Nebst zwei Interessenten aus dem süddeutschen Raum ist er mit einem langjährigen Zulieferer des Flugzeugherstellers Boeing im Gespräch, der seinen Hauptsitz in Polen hat. Anfang April nahm er mit dem Handelsrat der polnischen Botschaft aus Bern einen Augenschein auf dem Flugplatzgelände vor. 

Imageschaden für das Unternehmen befürchtet
Ein paar Tage später teilte Hans-Peter Lüthi von «NW-Contact» zwar mit, «dass Ansiedlungen von aviatiknahen Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen, im Interesse der Regierung und der Öffentlichkeit liegen». Seitens der Regierung habe sie aber die Anweisung erhalten «vorerst auf eine aktive Standortpromotion für den Flugplatz Buochs zu verzichten».

«Es ist ein Novum, dass ein Standort zunächst propagiert und dann ein solcher Rückzieher gemacht wird», sagt Oskar Loewe. Er befürchte dadurch einen Imageschaden für sein Unternehmen, weil er Interessenten Hoffnungen auf Grundstücke für eine Ansiedlung unterbreitet habe, die aber offenbar gar nicht verfügbar seien.

Keine Hoffnungen wecken
«Wir haben immer offen die Ausgangslage beim Flughafen Buochs kommuniziert», betont der Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektor Gerhard Odermatt. Die Verhandlungen mit den Korporationen und mit dem Bund seien «voll am Laufen». «Ich erwarte, dass wir im Sommer weiter sind», sagt Odermatt.

Gewisse Bereiche seien aber noch blockiert. Das Auflageverfahren zur künftigen erweiterten Nutzung des Flugplatzes hatte dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) über 40 Einsprachen beschert. Im Bazl spricht man von ein bis zwei Jahren, die es für die Bearbeitung der Einsprachen brauche.

Gerhard Odermatt räumt ein: «Bei Verhandlungen über Landflächen auf dem Flugplatz Buochs ist eine gewisse Vorsicht angebracht, damit nicht Hoffnungen geweckt werden, die sich vielleicht nicht erfüllen.» Genau dies scheint aber beim Standortentwickler Oskar Loewe passiert zu sein. Er hat inzwischen nach Alternativen zu Buochs Ausschau gehalten.

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.

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