Welttheater künftig ohne Hesse und Hürlimann
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Thomas Hürlimann, links, und Volker Hesse waren massgeblich am Erfolg des Welttheaters beteiligt. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)
Schriftsteller Thomas Hürlimann und Regisseur Volker Hesse werden für das Welttheater 2014 nicht mehr berücksichtig. Dies schreibt der «Tagesanzeiger» in seiner Ausgabe vom Mittwoch, 10. März. Dabei haben Hürlimann und Hesse mit ihrer Neufassung und Neuinszenierung des «Grossen Welttheaters» von Calderón 2000 und 2007 Erfolgsgeschichte geschrieben.
«Anderer Ansatz» gefordert
Wer wem eine Absage erteilt hat, bleibe im Gespräch mit den Beteiligten diffus. Klar sei, dass am Anfang des Zerwürfnisses ein öffentlicher Brief von Abt Martin Werlen stand. In der Bearbeitung von 2007 fand er zu viel Zeitgeist und Gottlosigkeit, aber zu wenig Trost, Hoffnung und Zuversicht und zu wenig von Gottes Gegenwart. Für das Welttheater 2014 wünschte er sich darum einen «anderen Ansatz» und «andere Protagonisten». Diesen Brief übermittelte der Abt dem «Tagesanzeiger» auf die Anfrage hin, warum Hürlimann und Hesse nicht mehr zum Zug kommen.
Rechtskatholische Proteste
Volker Hesse erinnert sich, dass sich der Abt noch bei der Premiere sehr angetan zeigte vom Stück, sich dann aber von rechtskatholischen Protesten unter Druck setzen liess. Der Abt habe sich von einem anonymen Schreiben beeindrucken lassen, habe sich aber auch schon vor der Premiere an einer Szene gestossen, in der sich zwei Patres in Soutanen erotisch näherkamen.
Dennoch hatte die Gesellschaft neben anderen auch Regisseur Hesse vorgeladen, Ideen für das Welttheater 2014 zu präsentieren. Wie der «Tagesanzeiger» berichtet, sind die Gespräche sind laut Hesse auf kläglichem Niveau verlaufen, der gestalterische Spielraum sei auch angesichts des restaurativen Kurses in der römischen Kirche viel zu eng.
Ehrung für Thomas Hürlimann
Hesse wird seine Kritik am 21. März in Luzern im Rahmen einer Laudatio auf seinen Freund Thomas Hürlimann öffentlich vorbringen. Der Zuger Schriftsteller wird dann aus den Händen des Theologen Hans Küng den Herbert-Haag-Preis für Freiheit in der Kirche entgegennehmen – vor allem wegen seiner Verdienste um das Einsiedler Welttheater.
zim
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Klarstellung der Welttheatergesellschaft |
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