Garten & Haushalt 16.04.2010 05:00

Darf man Matratzen mit dem Staubsauger reinigen?

x

Matratzen sollten nicht mit dem Staubsauger gereinigt werden. Bild Edi Wismer

Matratzen sollten nicht mit dem Staubsauger gereinigt werden. Bild Edi Wismer
Matratzen sollten nicht mit dem Staubsauger gereinigt werden. Bild Edi Wismer

Vorschau Matratzen sollten nicht mit dem Staubsauger gereinigt werden. Bild Edi Wismer

Früher hat man beim Frühlingsputz die Matratzen an die Sonne gelegt, mit dem Teppichklopfer und eventuell dem Staubsauger bearbeitet. Stimmt es, dass man Matratzen weder klopfen noch staubsaugen soll? Wie sonst aber kann ich meine Matratzen säubern und pflegen?

B. L. in H.

Je nach Zusammensetzung der Matratze und vor allem der Hülle, der so genannten Polsterauflage, ist die Pflege unterschiedlich. Aber Staubsauger und Teppichklopfer sind für die Reinigung der Matratze auf jeden Fall nicht geeignet. Klopfen kann dem hochwertigen Polstermaterial schaden, Staubsaugen kann zum Verrutschen der Auflage führen. Staub auf dem Bezugsstoff sollte man von Zeit zu Zeit mit einem Kleiderroller abrollen.

Nicht direkt auf dem Boden
Damit eine Matratze hygienisch sauber bleibt, sollten folgende Hinweise beachtet werden: Eine Matratze sollte nie direkt auf dem Boden liegen. In der Nacht gibt ein Schläfer mindestens 250 Millimeter Wasser ab, das verdunsten können sollte.

Matratze lüften
Ein gut klimatisiertes, hygienisch einwandfreies Bett erhöht Ihr Wohlbefinden und sorgt für erholsamen Schlaf. Verwenden Sie immer eine passende Unterfederung, um eine ungestörte Luftzufuhr von unten an die Matratze zu gewährleisten. Wenn dies nicht möglich ist und die Matratze auf dem Boden liegt, sollte sie täglich aufgestellt und gelüftet werden. Sorgen Sie in jedem Fall nach dem Aufstehen dafür, dass das Bettzeug möglichst am Fussende des Bettes liegt und ausreichend Luft an die Matratze gelangt. Man sollte nicht sofort einbetten und die Liegefläche mit einer Tagesdecke zudecken.

Regelmässig wenden
Für eine gleichmässige Beanspruchung drehen und wenden Sie die Matratze alle 14 Tage, tauschen Sie also Ober- und Unterseite und Kopf- und Fussende. Dies trägt zur optimalen Regeneration der Materialien bei, vermeidet die Bildung von dauerhaften Liegekuhlen und sorgt somit für optimalen Liegekomfort. Vorsicht: Gewisse Matratzen dürfen gar nicht oder nicht längsseitig gedreht werden (siehe Hinweis des Herstellers). Die angenähten Griffe sind Wendehilfen, keine Tragehilfen für den Transport der Matratze.

Nicht direkt der Sonne aussetzen
Lüften Sie die Matratze gelegentlich im Freien aus, ohne sie direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen. Aus hygienischen Gründen sollte eine Matratzenhülle alle zwei bis drei Jahre gereinigt werden. Ist die Hülle Ihrer Matratze waschbar, so kann diese chemisch gereinigt (Trockenreinigung) oder gewaschen werden. Beachten Sie immer die Pflegeanweisungen auf der eingenähten Etikette. Aufklebeetiketten und Anhängelabels dürfen nicht mitgereinigt werden, da sie sonst unlesbar werden.

Für eine längere Haltbarkeit der Matratze und eine optimale Hygiene empfiehlt sich die Verwendung eines Moltons oder einer Matratzenauflage. Diese sind besonders angenehm für ein kuscheliges Liegegefühl und in Latex, Viscoschaum, Naturhaaren oder Daunen/Federn erhältlich. Besonders angenehm für Schlafzimmer, die starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, sind Matratzen mit Sommer/Winterseite, mit extra angepassten Materialien.

Auch bei optimaler Pflege sammeln sich über die Jahre Verschmutzungen in der Matratze an. Aus hygienischen Gründen sollte man eine Matratze spätestens nach zehn Jahren durch eine neue ersetzen.

Quelle: Betten Thaler, Luzern

 Anzeige
 

Ratgeber

Wir beantworten gerne Ihre Fragen. Nur Anfragen mit vollständiger Adresse werden bearbeitet.

redaktion@neue-lz.ch