Kriens-BSV Bern Muri 30:24 06.03.2010 14:33

Krienser Handballer erreichen Finalrunde

x

Die Krienser bejubeln den Einzug in die Finalrunde.(Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Die Krienser bejubeln den Einzug in die Finalrunde.(Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)
Die Krienser bejubeln den Einzug in die Finalrunde.(Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Vorschau Die Krienser bejubeln den Einzug in die Finalrunde.(Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Der HC Kriens-Luzern kämpft sich mit einer brillanten ersten und einer seriösen zweiten Spielhälfte gegen den Tabellenzweiten BSV Bern Muri aus eigener Kraft in die Finalrunde

Ein 30:24-Sieg gegen den Tabellenzweiten BSV Bern Muri! Basis für diesen grössten Erfolg in der Clubgeschichte war eine bärenstarke Defensive in der ersten Halbzeit mit einem Keeper Schelbert in Grossform - und ein Beni Steiger, der sich gegen seine ehemaligen Teamkollegen als Reisser, Skorer und Aggressivleader auf dem Platz die bisher wohl beste Partie im Dress des HCK spielte. Das grösste Lob aber hat sich das gesamte Team verdient, das kompakt und willig den einmal erarbeiteten Vorsprung in der zweiten Hälfte geschickt verteidigte.

Der Favorit von Tabellenrang 2 war bei Kriens zu Gast, und seit dem 23. Oktober 2009 unbezwungen. Doch in der Krauerhalle Kriens waren 24 Minuten gespielt - und der Favorit lag mit 10 Toren – im Hintertreffen! Die Zentralschweizer waren auf gutem Weg zur zweiten faustdicken Sensation der Saison nach dem Sieg über Ami. 

Grundlage für den Krienser Erfolg war ein Keeper Roman Hodel, der mit 10 Big Saves zu absoluter Klasseform auflief. Ohne sie wäre der HCK in dieser Phase mit Sicherheit zurückgelegen... Dazu gehörte aber auch ein Team, das sich von den BSV-Keepern trotz anfänglicher Probleme nicht zermürben liess und zu grosser Stilsicherheit in der Offensive fand.

Dass es nicht 30 Minuten so weitergehen würde, war wohl den meisten der über 800 Fans in der Krauerhalle klar. Der BSV Bern setzte alles auf eine Karte, legte den Turbo ein, liess sein wahres Potenzial phasenweise aufblitzen und riskierte viel. So ersetzte BSV-Coach Peter Bachmann bei allen Strafen und auch sonst im eigenen Angriff den Torhüter durch einen weiteren Feldspieler. Die Überzahlsituationen zeigten (in der Mehrzahl der Fälle...) Wirkung: Der BSV holte Tor um Tor auf. Auch, weil der HCK jetzt in der Offensive eine schwache Phase einzog und zwischen Minute 38 und 48 gerade mal ein Tor fertig brachte. Willisch und Stankovic begruben die

Unter der Leitung von Beni Steiger aber fand das Team gerade rechtzeitig wieder ins Spiel zurück. Ausgrechnet er, der einst beim BSV Bern spielte und jetzt beim HCK zur grossen reifen Leistung fand.


Bis auf 4 Tore war der Gast aus Bern herangekommen. Viel für die Nerven der Fans, zu wenig um am Ausgang etwas zu ändern. Denn am Schluss spielte der HCK in der zweiten Hälfte 20 Minuten seriös genug, um den Vorsprung zu verwalten.

Benedikt Anderes / HC Kriens

HC Kriens-Luzern - BSV Bern Muri 30:24 (19:8)

Krauerhalle, 800 Zuschauer. SR Koskoski/Stalder;

Spielverlauf: 1:0, 1:1, 4:2, 5:3, 8:3, 9:4, 10:5, 11:6, 17:6, 18:7, 19:7, 19:8; 21:19, 23:11, 23:16, 24:16, 24:19, 26:19, 26:22, 27:22, 28:23, 30:24.

Strafen: Kriens 4x2 Minuten / BSV Bern 4 x 2 Minuten

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Hodel (ab 45.); Steiger (6), Schlegel (2), Nyffenegger (2), Stankovic (7/2), Yalciner (3/3), Bislimi (2), Willisch (4), Zimmermann, Podvrsic 4), Hofstetter.

BSV Bern-Muri: Ebinger (-18. und ab 26.)/Heiniger (18.-26.); Larsen (2/1), Striffeler, Leiser (4), Staudenmann (4), Vonlanthen, Baumgartner, Echaud (5), Weiss (2), Räz (1), Schwander, Kaufmann, Cvetkovic (6).

Bemerkungen: Kriens ohne Schmid, BSV ohne Milosevic (beide verletzt). 41. Ylaciner scheitert mit Penalty an Ebinger.

Topskorer: Beni Steiger (HCK) und Beni Echaud (BSV Bern Muri).

Weitere Meldungen

Regionalfussball

Weitere Meldungen »