Bikeboard 10.08.2008 17:08

Luzerner Bikeboard hält Schweizer mobil

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Vom E-Bikeboard begeistert: Gästehaus-Arzt Peter Burkart, Vize-Präsident Edwin Rudolf und alt Bundesrat Adolf Ogi (von links). (Bild André Hàfliger/Neue LZ)

Vom E-Bikeboard begeistert: Gästehaus-Arzt Peter Burkart, Vize-Präsident Edwin Rudolf und alt Bundesrat Adolf Ogi (von links). (Bild André Hàfliger/Neue LZ)
Vom E-Bikeboard begeistert: Gästehaus-Arzt Peter Burkart, Vize-Präsident Edwin Rudolf und alt Bundesrat Adolf Ogi (von links). (Bild André Hàfliger/Neue LZ)

Vorschau Vom E-Bikeboard begeistert: Gästehaus-Arzt Peter Burkart, Vize-Präsident Edwin Rudolf und alt Bundesrat Adolf Ogi (von links). (Bild André Hàfliger/Neue LZ)

Lässig legt sich Dohngua Li hier in Peking in die Kurven: Wie viele Schweizer hier an Olympia vertraut Li voll und ganz auf ein Elektro-Bikeboard aus der Zentralschweiz.

Entwickelt und auf den Markt gebracht haben das in China produzierte E-Bikeboard die beiden Luzerner Walter Egli und Daniel Sager. «160 E-Bikeboards sind gegenwärtig unterwegs und 1000 Stück in Produktion» , erzählte der Egli, der 36-jährige Sohn von Couturière Lisbeth Egli aus Egolzwil, die seit 15 Jahren die Abendkleider der Schweizer Missen entwirft. Egli weiter: «Seit letztem Februar sind unsere 500-Watt-Modelle auf den Schweizer Strassen mit Töff-Nummernschild ab 14 Jahren offiziell zugelassen. Sie sind von der Motorfahrzeugsteuer befreit.» 

Li ist hell begeistert
500 Watt, das entspricht einer Kraft von gut einer Pferdestärke. In Peking aber stehen 22 stärkere, vorwiegend mit 1000 Watt bestückten E-Bikeboard im Einsatz, das entspricht dann schon einer Kraft von weit über einer Pferdestärke. «Ohne aufzuladen komme ich hier mit zwei Akkus locker über 30 Kilometer weit und erreiche eine Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern», erzählte der Kunstturn-Olympiasieger von 1996. «Es macht richtig Spass mit ihnen zu fahren. Sie sind sehr gut gefedert, sie biegen sich in den Kurven, haben eine Beleuchtung, sogar ein Hupsignal. Und sie sind auch sehr praktisch, denn man kann sie bis auf Koffergrösse zusammenlegen.»

Börsengang geplant
Wie sind die beiden Luzerner dazu gekommen, unser Olympiateam mit ihren E-Bikeboards auszurüsten? «Sie werden in der Nähe von Shanghai produziert. Allein von dem her war es naheliegend», erklärte Sager. «Zudem war Swiss Olympic von Anfang an von unserem Konzept überzeugt. Sowohl Sportler wie auch Repräsentanten des 'House of Switzerland' sind darauf angewiesen, kürzere bis mittellange Strecken möglichst schnell zu bewältigen». Egli und Sager haben schon weitere Ziele: «Wir möchten möglichst bald die Zulassung in ganz Europa, und zwar auch für unsere 1000-Watt-Modelle. Wir erwägen zudem mit unserer Firma auch den Gang an die Börse.»

Furore auf Pekings Strassen
Auf den Velospuren der Pekinger Strassen erregen die E-Bikeboard grosses Aufsehen. «Alle staunen mächtig, schauen einem hinterher und fragen sofort, wie das Ding funktioniert und was es alles hat», erzählte Peter Burkart, der Luzerner Arzt im Schweizer Gästehaus. Selbst alt Bundesrat Adolf Ogi war beeindruckt: «Das ist eine sehr kluge, innovative Sache – Kompliment!»
Was kostet denn der Spass? Das zugelassene 500-Watt-Modell ist für 3495 Franken zu haben.

«House of Switzerland» evakuiert
Vor dem «House of Switzerland» schwärmten die E-Bikeboards am Sonntag plötzlich wie Bienen los: Im Schweizer Gästehaus gab es nach heftigen Regenfällen einen Wasseralarm, das Haus, das zum Teil unter Wasser stand, musste evakuiert werden. Zum Glück aber war es bereits spät am Abend, sodass praktisch keine Gäste mehr da waren. Man ist zudem zuversichtlich, dass alles Wasser, das vom Dach und von den Seitenwänden eindrang, schnell wieder trocknet, wenn der Regen aufhört.

André Häfliger, Peking

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