Flavio und Enrico: Zuerst schuften, dann feiern
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Mit 60 noch topfit: Balljongleur-Weltrekordler Paul Sahli wärmt sich zu seinem allerletzten Auftritt auf. (Bild André Häfliger/Neue LZ)
Bruno Marazzi und seine Ehefrau Elisabeth aber waren schon am Freitag zurück in Peking und konnten im Schweizer Haus trotzdem auf das Weltklasse-Resultat anstossen. «Dass es nach dem 4. Rang in Athen wieder ganz knapp nicht zu einer Medaille gereicht hat, war auch einfach Pech», erklärte Marazzi, der die Fussball-Tempel St. Jakobspark in Basel und Stade de Suisse in Bern erbaut hat. «Wir sind trotzdem sehr stolz auf sie. Immerhin haben sie wiederum ganz vorne an der Weltspitze mitgesegelt, vorne und hinter ihnen rangieren gleich sieben Weltmeister, die Spitze ist unglaublich eng geworden im Starboot», erklärte Marazzi, der früher in der gleichen Bootsklasse regattierte und mit Flavio und seinem zweiten Sohn Renato 2002 Weltmeister in der 5,5-Meter-Jachtklasse wurde.
Sahli beendet Karriere
Einen eindrücklichen Abschied gab am Freitag im Schweizer Olympiahaus Paul Sahli: Der 60-jährige Aargauer Balljongleur, der mehrere Weltrekorde hält und auch im Guinnes-Buch der Weltrekorde eingetragen ist, beendete nach 27 Jahren seine Karriere. Zur allerletzten Vorstellung spielte die Luzerner «Marching Presidents»-Band auf und Donghua Li kam mit einer befreundeten Pekinger Familie, um ihr seinen Freund Sahli vorzustellen. Donghua, der Kunstturn-Olympiasieger von 1996 hetzt hier bis zum Schluss von einem Termin zum andern. «Ohne mein Luzerner Elektro-Dreirad, dem E-Bikeboard, wäre ich hier völlig aufgeschmissen gewesen», lachte der Kunstturn-Olympiasieger, der gestern auch an den Präsentationen des Wolhuser Klebstoff-Riesen Geistlich Pharma AG Pate stand.
André Häfliger, Peking

