Die Angst vor dem Überwachungsstaat
Am 17. Mai stimmen wir über die Einführung von biometrischen Pässen ab. Die Einführung dieser neuen Ausweisdokumente wird unter anderem mit den steigenden Anforderungen im Sicherheitsbereich gerechtfertigt. Doch das organisierte Verbrechen beispielsweise lässt sich auch durch solch einen Pass nicht abschrecken. Tatsächlich aber könnte sich auf diese Weise ein Überwachungsstaat etablieren. Die düsteren Vorahnungen von einem totalen Überwachungsstaat, wie er von George Orwell einst beschrieben wurde, werden damit immer mehr zur bitteren Realität. Besonders verwerflich ist das Bestreben der Befürworter der E-Pässe, mit vermeintlichen Vorteilen, wie der Reisefreiheit, der Bevölkerung ein Ja abzutrotzen. In Wahrheit aber geben diese Kreise einmal mehr dem Druck aus Brüssel nach. Ob nun Pass oder ID, zur Reisefreiheit gehört auch die freie Wahl der Ausweispapiere.
Otto Rölli junior, Menzingen
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